Caritasverband für das Dekanat Bocholt e.V. - Tipps und Regeln für die Erziehung

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Tipps und Regeln für die Erziehung

Zusammenhalt in der Familie fördern

Häufig entstehen Probleme in der Familie dadurch, weil jemand das Gefühl hat, er kommt zu kurz. Auf dieser Seite haben wir einige Tipps zusammen gestellt, mehr erfahren Sie in unseren Elternkursen.

Unser Tipp für Ihren "Familien-TÜV"
Setzen Sie sich in einer ruhigen Stunde zusammen und überprüfen Sie, wie jeder in der Familie zu seinem Recht kommt. Am Besten, jeder schreibt es auf.

Fragen:
Was haben Mutter, Vater, jedes Kind, an befriedigenden Aktivitäten für sich?
Was haben die Eltern an gemeinsamen befriedigenden Aktivitäten?
Was haben Vater und Sohn, Vater und Tochter, Mutter und Tochter, Mutter und Sohn, an gemeinsamen befriedigenden Aktivitäten?
Was haben die Kinder untereinander an gemeinsamen befriedigenden Aktivitäten?
Was hat die ganze Familie an gemeinsamen befriedigenden Aktivitäten?

Möchten Sie etwas ändern?
Dann planen Sie:
Was könnten Vater und Mutter einmal pro Woche gemeinsam unternehmen?
Was könnten Vater und Sohn einmal pro Woche gemeinsam unternehmen?
Und so weiter ...

Suchen Sie etwas, dem alle zustimmen können. Denn befriedigende Aktivitäten fördern den Zusammenhalt.

Balsam für die Seele: Lob und Zustimmung

Führen Sie als Mutter oder Vater einmal für eine Woche eine Strichliste, wie oft Sie Ihr Kind - oder Ihre Partnerin oder Ihren Partner - loben; wie oft Sie zustimmen, Wünsche und Verhalten bejahen. Und auch, wie oft Sie kritisieren, tadeln und Verhalten oder Wünsche ablehnen.

Bringen Sie beides ins Gleichgewicht, das heißt: Loben Sie mindestens genau so oft, wie Sie tadeln oder kritisieren. Allein dadurch kann sich die Beziehung untereinander erheblich verbessern.

Erziehung erfordert Beziehung

Machen Sie sich bewusst: Erziehung gelingt nicht ohne Beziehung. Dazu gehört: sich gegenseitig akzeptieren und unterstützen, gemeinsame Aktivitäten und Gespräche.
Die Beziehung zu Ihren Kindern gelingt, wenn Sie klare Regeln und Absprachen treffen und niemanden überfordern.

Hier einige Regeln - mehr dazu erfahren Sie in unseren Elternkursen:

  • Wohlwollend aber konsequent. Präsenz zeigen. Handeln statt Reden.
  • Keine unnötigen Machtkämpfe führen.
    Verantwortung übernehmen und Verantwortung überlassen.
  • Brücken bauen. In kleinen Schritten vorgehen. Vorbilder geben.
  • Positiv umlenken und umdeuten.
  • Loben statt kritisieren. Ermutigen statt entmutigen.
  • Lösungen suchen statt Probleme wälzen. Konflikte beenden.
    Keine alten Sachen aufwärmen. Wiedergutmachung.
  • Ignorieren statt kritisieren.
  • Auszeit einführen. Halt geben durch Festhalten.
  • Gelegentlich zum "Familien-TÜV": Gemeinsam schöne Erfahrungen machen.
    Einen fernsehfreien Abend einrichten (siehe oben).
  • Bedürfnisse nennen und gegenseitig beachten.  



Wir wünschen Ihnen viel Erfolg! Bei Fragen sprechen Sie uns einfach an.
Wir sind gern für Sie da.

   
Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern
Dr. Karin Nachbar, Diplom-Psychologin
Systemische Therapeutin (WIST)
Kinderschutzfachkraft (ISA)
Leiterin der Beratungsstelle

Nordwall 44-46, 46399 Bocholt
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Tel.: 02871/2513-1301
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